Bio-Fleisch von Bioland aus artgerechter Haltung kaufen und Tieren helfen

bio-fleischBio-Wurst und Fleisch aus artgerechter Haltung kaufen und Tieren helfen: Mit dem Kauf der Wurst- und Fleischprodukte von Bioland unterstützen Sie die ökologische Landwirtschaft und die artgerechte Tierhaltung und damit den Umwelt- und Tierschutz.

Bioland gilt als größter ökologischer Anbauverband in Deutschland. Schon seit über 40 Jahren vermarktet Bioland Bio-Fleisch.

Im Bioland-Verband haben sich über 5.000 Landwirte, Gärtner, Imker und Winzer zusammengeschlossen, um Produkte nach ökologischen Grundsätzen herzustellen.

Die Richtlinien des Bioland-Verbandes sind um einiges strenger als jene, die der EG-Öko-Verordnung zugrunde liegen. Erfreulicherweise hat Bioland Anfang 2011 auch die betäubungslose Kastration der Ferkel verboten. Die Ferkel aus der Massentierhaltung und aus der Produktion nach EG-Öko-Verordnung (grünes EU-Bio-Siegel) erleiden immer noch große Qualen, da sie ohne Betäubung kastriert werden. Aus Tierschutzgründen muss man deshalb auch vom Kauf von Schweinefleisch mit Bio-Siegel nach EG-Öko-Verordnung bzw. neu EU-Bio-Siegel abraten und zum Bioland-Schweinefleisch raten.

Das Futter für die Bioland-Tiere wird mindestens zur Hälfte selbst auf den Höfen erzeugt. Bioland sieht für Rinder eine ausschließliche Bio-Fütterung vor. Das Futter für die Hühner muss mindestens zu 85%, für die Schweine mindestens zu 95% aus Bio-Futtermitteln bestehen. Der Einsatz von Tiermehl oder leistungsfördernden Antibiotika und Hormonen ist streng verboten. Die Bioland-Bauern sparen 20% an Energie, weil sie keine langen Transporte machen oder energieintensiv hergestellte Düngemittel verwenden.

Die Bioland-Fleischerzeuger müssen sich an die genaue Deklarierung der Inhaltsstoffe halten. In Bioland-Geflügelwurst findet man auch nur Geflügel. Man sollte meinen, das ist selbstverständlich, aber der Blick in die Fleischregale belehrt uns eines Besseren. Nitritpökelsalz, Phosphate und Geschmacksverstärker sind in Bioland-Fleischerzeugnissen verboten.

Alle Tiere auf den Bioland-Höfen werden artgerecht gehalten. Die Schweine, Rinder und Hühner haben Zugang zu Auslaufflächen und somit, in der Massentierhaltung ist das nicht vorgesehen, zu Tageslicht, frischer Luft und frischem Wasser. Durch die artgerechte Haltung sind die Bioland-Tiere gesünder und widerstandsfähiger und müssen nur in seltenen Fällen, z.B. um dem Tier unnötige Schmerzen zu ersparen, mit Medikamente behandelt werden.

Auf Bioland-Höfen dürfen pro Hektar (= 10.000 qm) nur 140 Hennen (230 Hennen erlaubt beim EU-Bio-Siegel), 280 Hähnchen (580 Hähnchen erlaubt beim EU-Bio-Siegel), 10 Mastschweine (14 Mastschweine erlaubt beim EU-Bio-Siegel) oder 2 Kühe gehalten werden. 

 
Die Bioland-Kühe stehen in der Regel, insbesondere im Sommer, auf der Weide. Jede Bioland-Kuh hat einen eigenen Fressplatz und eine eingestreute Liegefläche von mindestens 5 qm im Stall. Das ist doppelt so viel wie in der Massentierhaltung. Kuhtrainer, durch die Kühe Stromschläge beim Koten am „falschen Platz“ erhalten, sind verboten.

Für Bioland-Schweine ist Auflauf vorgeschrieben. In der Massentierhaltung werden die Schweine üblicherweise im Stall mit unzureichender Bewegungsfreiheit gehalten. Die Stallfläche ist bei Bioland-Schweinen fast doppelt so groß wie für Schweine aus der Massentierhaltung. Das Anbinden der Muttersäue und das Schwanzkupieren ist bei Bioland-Schweinen verboten, bei der Massentierhaltung erlaubt. Ferkel bleiben mindestens 40 Tage bei der Mutter, doppelt so lange wie in der Massenschweinezucht.

Jede Bioland-Pute erhält mind. 10 qm Auslauffläche im Grünen und eine überdachte Schlechtwetter-Auslaufmöglichkeit. Die Puten aus der Massentierhaltung können davon nur träumen. Auf 10 qm Bioland-Stallfläche dürfen höchstens 12 Hähne und 15 Hennen gehalten werden. Mehr als doppelt so viele Puten müssen sich diesen Platz in der Massentierhaltung teilen. Die Gesamtstallfläche und die Herdengröße sind bei Bioland begrenzt. Die Schnäbel dürfen nicht beschnitten werden. Sitzstangen sind vorgeschrieben. Auch das ist in der Massentierhaltung anders.

Die Bioland-Enten und -Gänse haben im Gegensatz zu Enten und Gänse in der Massentierhaltung einen Zugang zu Wasserstellen. Artgerecht können sie so ihr Gefieder pflegen und sich an heißen Tagen abkühlen. Bei Bioland sind auch eine Auslauffläche im Grünen von 4,5 qm pro Ente und 15 qm pro Gans sowie Einstreu, Tieranzahlbegrenzung und Tageslicht im Stall vorgeschrieben. Die Gänse und Enten aus der Massentierhaltung werden zu Tausenden in zu kleinen Ställen gehalten, ohne Wasserstellen, Auslaufflächen und Tageslicht. Das darf man getrost Tierquälerei nennen.

Die Bioland-Richtlinien geben auch vor, dass nur unvermeidbare Transporte durchgeführt werden dürfen. Dabei darf den Tieren eine Strecke von maximal 200 km und höchstens 4 Stunden Fahrzeit zugemutet werden. Die Tiere sollen möglichst noch auf dem Hof geschlachtet werden, um unnötigen Stress für die Tiere zu vermeiden.

Vor allem die Tiere aus der ganzjährigen Freilandhaltung werden möglichst noch auf der Weide unter Betäubung per Kugelschuss geschlachtet. Die Tiere können so bis zum Schluss in ihrer gewohnten Umgebung bleiben. Transporte und Schlachtung müssen allgemein so organisiert sein, dass den Tieren möglichst jede Art von Stress und Schmerzen erspart wird.

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