Fairtrade-Taschen aus Indien

faire-taschenModische Fairtrade-Ledertaschen kaufen und Indien helfen: Mit dem Kauf der fair gehandelten Taschen der Importfirma EZA helfen Sie den Arbeitern der Handwerks-Kooperativen SASHA und EMA aus Indien.  


Die Firma EZA  (Entwicklungszusammenarbeit mit der Dritten Welt) ist die größte Fair-Trade-Handelsorganisation in Österreich.

Sie wurde 1975 gegründet und gilt als erste alternative Handelsorganisation Europas. Zum Sortiment der EZA gehören auch fair gehandelte Handtaschen und Shopper aus Leder, die in Indien von den Fair-Trade-Kooperationen „Sasha Association for Craft Producers“ (SASHA) und EQUITABLE MARKETING ASSOCIATION (EMA) hergestellt werden.

Die Kooperative SASHA ist Teil der Sarba Shanti Ayog (SSA), eine der ersten gemeinnützigen Fair-Handels-Organisationen in Indien. Die Kooperative ist nicht auf Gewinn ausgerichtet. Um die Lebenssituation der Mitglieder zu verbessern, sollen die Fähigkeiten und das Selbstvertrauen der Handwerker sowie die traditionellen Handwerkstechniken gestärkt werden. SASHA hat mittlerweile 5000 Mitglieder aus Westbengalen, Orissa, Uttar Pradesh, Bihar und Rajasthan,  davon ca. 70% Frauen.

SASHA wurde 1978 von ein paar Freunden gegründet, um gemeinsam bessere Absatzmöglichkeiten zu erschließen. Durch die industriell hergestellten Billigwaren stieg die Arbeitslosigkeit und Armut der Handwerker in Westbengalen. Die Menschen vom Land konnten immer weniger verkaufen und flohen in die Städte, meist nach Kolkata (Kalkutta).

Kolkata ist mit 12 Millionen Einwohnern schwer von den Folgen der Überbevölkerung getroffen. Zwei Drittel der Menschen leben in Slums. Aufgrund der extremen Luft- und Trinkwasserverschmutzung leidet die Hälfte der Menschen an Atemwegs- und Infektionserkrankungen. Kanalisation gibt es nur im Zentrum der Stadt. Zur Monsunzeit wird die Stadt mit Exkrementen überspült. Um so wichtiger ist es, die Landflucht zu verhindern und den Menschen außerhalb der Städte Arbeitsmöglichkeiten zu schaffen.



fairtrade-indienDie Taschen werden in der Ledermanufaktur "Shanti Handicrafts" in der kleinen Stadt Arampur hergestellt, ca. 70 km von Kolkata (Kalkutta) entfernt. Shanti bedeutet in Hindi Ruhe/ Frieden und so liegt die Werkstatt, weit weg vom Großstadtchaos, sehr idyllisch an einem Palmenhain. Im Hof befindet sich ein kleiner Tempel für die Göttin Kali. Seit mehr als einem Jahrzehnt leitet die Familie DAS die Werkstatt mit über 30 Mitarbeitern.


Das Leder (Ziege, Schaf, Rind) ist pflanzengegerbt und wird zentral in der Stadt Chennai eingekauft. In der Werkstatt erfolgt das Waschen, Trocknen, Bedrucken, Bemalen, Kleben und Vernähen bis hin zur Verpackung. Für das Bemalen werden gemäß EU-Richtlinien AZO- und PCB-freie Farben genutzt.



Die Kooperative EMA wurde 1977 gegründet, um ländliche Handwerksgruppen, Angehörige der untersten Kasten und behinderte Menschen zu unterstützen. Die Menschen sollen ein Mindesteinkommen erlangen, um aus einer sicheren Situation heraus selbst Strukturen verändern zu können. Der EMA sind ca. 3500 HandwerkerInnen aus West Bengalen, Uttar Pradesh und Kashmir angeschlossen, davon ca. 60% Frauen.

Die Taschen werden im Produktionszentrum der EMA in Sonarpur, zwei Autostunden von Kolkata entfernt, hergestellt. Das Produktionszentrum umfasst eine Färberei, eine Druckerei und Werkstätten. Auf dem Gelände befinden sich außerdem ein Schulungsgebäude, Musterfelder und Gärten für die eigene Gemüse- und Früchteproduktion sowie ein Kinderhort und Wohnstätten für behinderte Mitarbeiter.

Die Beschäftigten erhalten einen fairen Lohn, der deutlich über dem indischen Mindestlohn liegt, das Recht auf bezahlte Krankheitstage und Mutterschaftsurlaub sowie eine Rentenversicherung.

Die originellen Taschen der EMA werden im Siebdruckverfahren aus Shanti-Leder, Rinds-, Ziegen- und Schafleder hergestellt. Der Name Shanti bezeichnet hier die ursprüngliche Lederverarbeitung (Gerbtechnik, Prägedruck, Bemalung) der Universitätsstadt Shantiniketan. Shanti-Leder von Rind oder Ziege ist steif und wird dann durch den Gebrauch sehr weich.



 


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